Beobachtungen im Eingangsbereich IV: Die Krippenausstellung im Winter 2025
Weiter durch das Jahr mit einem aufmerksamen Museumshelfer. Der Winter. Die diesjährige Krippenausstellung zur Advents- und Weihnachtszeit hat erneut viele Besucherinnen und Besucher in den Dom und das Dom-Museum gelockt. Die Ausstellung geht zurück auf die Sammlung der Bremerin Ruth Büssenschütt aus dem Jahr 2015. Sie schenkte ihre rund 120 Einzelkrippen aus vielen Ländern der Welt der St. Petri Domgemeinde. Weitere private Krippenspenden ergänzen diese schöne Sammlung.
Durch das Jahr mit einem aufmerksamen Museumshelfer. Schon vor Beginn der Ausstellung erkundigten sich viele Besucher:innen nach der Ausstellung: sie möchten speziell zur Ausstellung wieder kommen. Und so verzeichnet die Besucherstatistik am Empfang im Dom-Museum zur Krippenausstellung wieder einen kleinen Besucherrekord. Die Krippen kommunizieren mit den Besuchern und erzählen ihnen vom Weihnachtsfest, lassen sie eintauchen in Krippenbräuche aus anderen Ländern und nehmen sie mit, direkt hinein zum Jesuskind.
Manche Besucher sind begeistert von der Vielfalt der unterschiedlichen Krippen und Ländern ihrer Herkunft. Manche sammeln selbst Krippen oder einzelne Engelfiguren und holen sich Anregungen für ihre eigene Sammlung. Wieder andere freuen sich über die Schönheit der Figuren und skizzieren einige davon in ihr persönliches Reise- bzw. Tagebuch. So malt eine Dame mit dem Namen Marta die folgenden zwei Bilder in ihr Tagebuch:
Auch liegen der Zauber des Weihnachtsfestes und die Weihnachtsbotschaft in den Gesichtern und inneren Stimmungen von Besuchern. Manche erzählen über Weihnachtsbräuche aus ihrer Kindheit, vom Krippenbasteln in der Schule, oder dass Weihnachten ein sehr wichtiges Fest für sie sei. Ein Besucher summt die erste Strophe aus dem bekannten Weihnachtslied „Wie soll ich dich empfangen“ von Paul Gerhardt (im ev. Gesangbuch Nr. 11): „Wie soll ich dich empfangen und begegn ich dir, o aller Welt verlangen, o meiner Seelen Zier?“. Er ergänzt, dass ihn diese persönliche Weihnachtsfrage jedes Jahr aufs Neue anspreche und ihn immer intensiver durch die Weihnachtszeit begleite.
Eine andere Besucherin schließlich umtreibt die aktuelle Weltlage. Sie wünscht in ihrer Zwiesprache mit den Krippen den Weihnachtsfrieden, den Christus in die Welt bringe und der so wichtig sei für alle Menschen. Sie träume davon, dass Christus die mächtigen Autokraten und auch Kriegstreiber der Welt zum Frieden bringen möge.
Mit Epiphanias endet die Krippenausstellung. So herrscht im Dom-Museum wieder Alltag mit der bestehenden Dauerausstellung.
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